Sport Austria-Präsident Niessl an Schmidt: „Inflationsanpassung der Vorgängerregierung wäre bereits wieder aufgezehrt“

Wien, 28. 4. 2026

Mit dem Start der Budgetverhandlungen zwischen den Fachministerien und dem Finanzministerium begann auch für den organisierten Sport in Österreich eine entscheidende Phase. Zwar sind die Verhandlungen im Groben bereits abgeschlossen, die Feinabstimmungen laufen jedoch noch. Die Bundes-Sportorganisation Sport Austria stellt dazu klar: Die in der vergangenen Legislaturperiode erfolgte Erhöhung der Sportförderung war kein finanzieller Polster, sondern lediglich ein notwendiger Inflationsausgleich. Sie kann daher keinesfalls als Argument für neuerliche Kürzungen dienen. Denn wer beim Sport spart, spart an der Leistungsentwicklung unserer Spitzensportler:innen ebenso wie an Gesundheit, Prävention und gesellschaftlichem Zusammenhalt – und schädigt auch die Wirtschaft.

Vor diesem Hintergrund fand gestern ein Gespräch zwischen Sport Austria-Präsident Hans Niessl und Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt statt. Dabei warnte Niessl nochmals eindringlich vor weiteren Kürzungen im Sportbudget und betonte, dass die letzte Erhöhung der Sportfördermittel unter der Vorgängerregierung keineswegs als finanzieller Spielraum missverstanden“ werden dürfe. „Die Erhöhung der Besonderen Bundes-Sportförderung war damals nichts anderes als eine längst überfällige Inflationsanpassung und hat keinesfalls einen finanziellen Polster für den organisierten Sport geschaffen. Daraus lässt sich keinerlei Argumentation für Kürzungen ableiten, was aber gemacht wurde“, betont Niessl.

Am 5. Oktober 2022 hatte sich Sport Austria für die damals verkündete Erhöhung der Besonderen Bundes-Sportförderung von rund 80 auf 120 Millionen Euro bedankt. Niessl„Diese damals drängend notwendige Maßnahme hat jedoch lediglich den Inflationsverlust der vorangegangenen elf Jahre ausgeglichen. Inflationsbereinigt müsste die Besondere Bundes-Sportförderung mittlerweile bei rund 123 Millionen Euro liegen. Hätte man die Förderungen auf dem 2022 verkündeten Niveau belassen, wäre also die damalige Erhöhung durch die Geldentwertung bereits wieder aufgezehrt! In der Praxis wurde aber im Sport nicht die Inflation ausgeglichen, sondern kräftig eingespart: In den Jahren 2025 und 2026 betrug die Kürzung des Sportbudgets in den relevanten Fördertöpfen (Besondere Bundes-Sportförderung und Allgemeine Bundes-Sportförderung, Anm.) bekanntlich insgesamt rund 30 Millionen Euro jährlich!“

Jede weitere Reduktion der Mittel gefährde nun sowohl den Spitzensport als auch den Breitensport – und damit auch jene positiven Hebeleffekte, die Sport und Bewegung für Gesundheit, Integration, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Wirtschaft in Österreich leisten. Sport Austria-Präsident Niessl: „Was wir jetzt benötigen, ist vielmehr eine Erhöhung der Investitionen in den Sport! Denn gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es ein klares Bekenntnis zum Sport-Standort Österreich!“ 

 

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